Der Cayenne 9PA 955 und 957

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Kategorie: TECHNIK

Der Porsche Cayenne (Typ 9PA) 955 ist ein Sport Utility Vehicle (SUV) der Porsche AG. Der Cayenne wurde zwischen Dezember 2002 und Mai 2010 auf dem deutschen Markt angeboten.

Der Porsche Cayenne ist ein sportliches Mehrzweckfahrzeug mit erh√∂hter Bodenfreiheit, variablem Laderaum und einem permanenten Allradantrieb.

Mit dem Touareg von Volkswagen und dem Q7 der Volkswagen-Tochter Audi teilt er sich eine gemeinsame Plattform. Fahrwerk- sowie Elektrik- und Karosseriebauteile sind weitestgehend identisch. In allen Fahrzeugen kommen (Klein-)Teile aus dem ganzen Volkswagenkonzern zum Einsatz. Ein Teil der Produktion des Cayenne sowie seiner Schwestermodelle erfolgt bei Volkswagen Slovakia (Slowakei).

Von dieser Kooperation profitieren die Partner vor allem auf der Kostenseite, da ein Teil der Entwicklungskosten auf alle Fahrzeuge verteilt werden konnte.

Der Cayenne war damals das schnellste SUV, welches in Serie gefertigt wurde. Aufgrund seines aufw√§ndigen Allradantriebs mit dynamischer L√§ngssperre und der Luftfederung (teilweise optional) besitzt er auch gute Gel√§ndeeigenschaften. Allerdings schr√§nken die √ľblicherweise montierten, auf hohe Geschwindigkeiten ausgelegten Niederquerschnittsreifen die Gel√§ndetauglichkeit teilweise stark ein.

Im Porsche-Werk Leipzig werden die aus Bratislava angelieferten Cayenne-Karosserien mit den aus Zuffenhausen kommenden Motoren versehen.

F√ľr das Unternehmen Porsche stellte der Cayenne ein Erfolgsmodell dar. Im Gesch√§ftsjahr 2003/2004 war er mit 39.900 verkauften Einheiten die beliebteste Porsche-Baureihe. Rund 40 Prozent des Cayenne-Gesamtabsatzes wurden in Nordamerika erzielt. 2005/2006 gingen die Verkaufszahlen des Cayenne um fast 30 Prozent zur√ľck, im wichtigen nordamerikanischen Markt sogar um fast 45 Prozent. Im Februar 2007 kam eine √ľberarbeitete Version des Cayennes auf den Markt. Das Konzernergebnis des Gesch√§ftsjahres 2007/2008 sah in Bezug auf den Cayenne wie folgt aus: Die Produktion belief sich auf 48.497 Einheiten (+34,1 Prozent zu 2005/2006), von denen weltweit 45.478 Exemplare verkauft werden konnten (+34 Prozent zu 2005/2006).Der Hybridantrieb des Nachfolgemodells wurde im Cayenne der ersten Generation entwickelt. Auf der IAA 2007 wurde mit dem Porsche Cayenne S Hybrid Architekturfahrzeug ein erster Ausblick auf ein Hybrid-Modell der Marke pr√§sentiert.

Benennung

Cayenne wird [kaňąj…õn] ausgesprochen, wie Cayenne, die Hauptstadt Franz√∂sisch-Guayanas, und der Cayennepfeffer. Die vielfach geh√∂rten falschen Aussprachevarianten [t Éaňąj…õn] und [t Éeňąj…õn] stehen f√ľr den Indianerstamm Cheyenne (der wiederum richtig [ Éeňąj…õn] ausgesprochen wird).

Modellpflege

Ab 24. Februar 2007 kam der Cayenne 957 in einer √ľberarbeiteten Version auf dem Markt. Premiere feierte auf der IAA 2007 au√üerdem der Cayenne GTS.

Die gr√∂√üten √Ąnderungen betrafen die Motoren. Durch Einsatz von Direkteinspritzung soll der Verbrauch um 8 Prozent gesenkt werden. Laut Porsche sind sogar bis zu 15 Prozent weniger Verbrauch m√∂glich. Zudem gibt es eine deutlich gesteigerte Motorleistung. Der V6 bekommt 29 kW (40 PS) mehr Leistung, der V8 des S 33 kW (45 PS) mehr und die Top-Version ‚ÄěTurbo‚Äú hat einen um 37 kW (50 PS) st√§rkeren Biturbo-Motor mit 368 kW (500 PS). Der Cayenne Turbo kann auf Wunsch ab Werk auch mit einer Leistungssteigerung auf 397 kW (540 PS) geordert werden. Die Kosten f√ľr die Leistungssteigerung beliefen sich im M√§rz 2008 auf 15.351 Euro. Der Cayenne GTS verf√ľgt √ľber einen vom Cayenne S abgeleiteten 4,8 Liter gro√üen Saugmotor, leistet 298 kW (405 PS) und bietet ein maximales Drehmoment von 500 Nm.

Zu erkennen ist die √ľberarbeitete Version des Cayenne an neuen Scheinwerfern und LED-R√ľckleuchten, neuer Front- und Heckverkleidung, neuen Au√üenspiegeln, neuen Kotfl√ľgeln, ver√§nderten Seitenschwellern und einem √ľberarbeiteten Heckspoiler. Der Luftwiderstandsbeiwert wurde um ca. 10 Prozent verringert, was ebenfalls dem Kraftstoffverbrauch zugutekommt.

Im August 2008 kam zudem wieder ein Cayenne Turbo S zur√ľck ins Angebot. Der auf dem Cayenne Turbo basierende Motor leistet bei gleichen Verbrauchswerten dank modifizierter Ansauganlage und Motorelektronik nun 404 kW (550 PS) und erreicht ein maximales Drehmoment von 750 Nm. Zudem war im Turbo S erstmals im Cayenne die Carbon-Keramik-Bremsanlage PCCB erh√§ltlich.

Ab 2009 war der Cayenne erstmals mit einem Dieselmotor lieferbar. Es handelte sich hierbei um den 3,0-Liter-V6-Turbodiesel von VW mit 176 kW (240 PS), 550 Nm und serienm√§√üiger Tiptronic S. Der Verbrauch liegt im ECE-Fahrzyklus bei 9,3 Liter Diesel auf 100 Kilometer. Dies ist zugleich der erste Dieselmotor in einem Pkw von Porsche.

Sondermodelle

Ausgehend vom Doppelsieg zweier Privatteams bei der Transsyberia Rallye 2006 legte Porsche das Sondermodell Cayenne S Transsyberia 2007 als Kleinserie auf. Insgesamt wurden 26 St√ľck gebaut. Auch f√ľr 2008 ist ein Transsyberia-Sondermodell verf√ľgbar, in der Rallye des gleichen Jahres belegten diese Fahrzeuge die ersten sechs Pl√§tze.

Zu den wesentlichen √Ąnderungen gegen√ľber dem Serienmodell z√§hlen unter anderem:

  • Erh√∂hung der Wattiefe auf 75 cm
  • Luftansaugung auf Dachh√∂he
  • Gel√§ndereifen
  • Einbau eines Sicherheitsk√§figs
  • Recaro-Schalensitze
  • Wegfall von R√ľcksitzbank, Karosserieverkleidungen und D√§mmmaterialien
  • Zusatzscheinwerfer auf dem Dach
  • Seilwinde
  • Handfeststellbremse mit Griff zwischen den Vordersitzen anstelle der Fu√üfeststellbremse

Krankenwagen und Spezialfahrzeuge

Speziell f√ľr Bulgarien wurde eine Krankenwagen-Version gebaut. 2007 bestellte Bulgarien 32 Wagen dieser Version.

In den Porschewerken setzt Porsche auch speziell ausger√ľstete Cayennes als Safety Car, Werkfeuerwehr, Betriebsmedizin und Werkschutz ein.

Auch die Berufsfeuerwehr Stuttgart verf√ľgt √ľber zwei¬†Notarzteinsatzfahrzeuge¬†auf Basis des Cayenne.

Quelle: Wikipedia

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